Was, bitte, ist Kinesiologie?
Diese Frage ist scheinbar die Standardfrage wenn es um das Thema Kinesiologie geht. Ich selber habe eine ganze Weile gebraucht, um das Wort fehlerfrei auszusprechen. Was den Ursprung des Wortes betrifft, ist diese Frage einfach zu beantworten. Der Wortstamm “kinesis“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet Bewegung, dann heißt Kinesiologie: Die Lehre von der Bewegung. Mich hat diese Erklärung nicht weiter gebracht. Ich will versuchen, die Frage anders zu beantworten.
Für mich ist Kinesiologie eine Überschrift, unter der sich viele verschiedene Richtungen der Kinesiologie tummeln. Ganz egal was das erklärte Ziel der jeweiligen Richtung ist, so haben alle Richtungen etwas gemeinsam: das Muskeltesten.
Nun haben wir ein neues Wort unter dem wir uns wenig vorstellen können. Ich habe gelernt, dass es auch wenig Sinn hat das zu beschreiben, meine Erfahrung ist, dass das Erleben von dem Muskeltest viel Papier spart. Wenn sie aber doch das Bedürfnis haben, Muskeltesten in Wort oder Bild zu erfahren, so kann ich nur auf die diesbezügliche Literatur verweisen. Ich kann es auch nicht besser beschreiben als es schon viele vor mir getan haben.
Also wechseln wir doch lieber zu den verschiedenen Richtungen der Kinesiologie. Da ist sicherlich ein großer Klärungsbedarf.
Sie können davon ausgehen, daß die Basis des Muskeltestens das Touch for Health ist. Aus dem TFH sind viele verschiedene Richtungen entstanden. Ein paar davon erkläre ich Ihnen später in Stichpunkten. Wenn sie nicht ganz sicher sind welche Richtung für Sie persönlich die Richtige ist, oder woran Sie einen guten Kinesiologen erkennen, so nutzen Sie die Möglichkeit sich bei uns zu informieren. Genauso wichtig mit wie mit welcher Richtung der Kinesiologie gearbeitet wird, ist es , wie der Kinesiologe mit seinen Klienten arbeitet. Ziel und Art ist es, einen eigenen, positiven Lernschritt zu machen, nicht ein neues Wundermittel zu finden. Nun aber zu den verschiedenen Richtungen (ich will versuchen es simpel und auf den kleinsten Nenner gebracht zu erklären, alle Kinesiologen mögen mir meine Einfachheit verzeihen) :
Touch for Health ( TFH)
Auf der Grundlage der chinesischen Medizin aufbauend geht es um die Grundbalance der Körperenergien. Verschiedenen Muskeln sind den Meridianen der chin. Medizin zugeordnet und somit erreichen Sie mit der Stärkung der Muskeln über einfache angenehme Techniken einen Energieausgleich im Körper. Unabhängig davon, was diese Unausgewogenheit ausgelöst hat (Umweltfaktoren, emotionalen Streß usw.).
Brain Gym oder Edukinestetik (Edu K)
Der Muskeltest wird dazu benutzt überwiegend funktionelle Bereiche des Lernens und Lebens zu ermitteln (sehen, hören, Hand – Augen Koordination usw. ) und mit körperlichen Integrationsübungen zu balancieren. Die Übungen sind einfach. Mit Freude vermittelt, ist das eine gute Ebene mit Kindern oder auch älteren Menschen zu arbeiten. 
Als neuer Ausbildungsgang wird eine gezielte Ausbildung für Interessierte angeboten, die kinesiologische Kindergruppen gestalten wollen. Ebenfalls wird eine kinesiologische Diagostik vermittelt um gezielt schulische Fertigkeiten zu befunden und zu fördern.
Three In One Concepts oder One Brain System - psychologische Kinesiologie
Hier finden Sie ein sehr komplexes und umfangreiches System, das auf drei Beinen steht: Emotionaler Streß, funktionelle Einschränkungen und Physiognomie.
Ziel ist die streßfreie Kommunikation miteinander. Wenn Sie emotionale Zustände erkennen und integrieren, sind sie auch in der Lage durch Streßlösung Ihr Verhalten zu ändern. Wie wäre es mit einem fördernden Glaubenssystem. Von dem Gegenteil haben wir meistens mehr als genug. Sicherlich eine Richtung, die Mut zur Selbsterkenntnis fordert.
Sie sehen irgendwie ähneln sich die Richtungen ein wenig. Wichtig ist es die Schwerpunkte zu beachten. Ganz egal wozu Sie sich entscheiden, ein guter Kinesiologe werden Sie nicht nur aufgrund von Technik, egal wie ausgefeilt sie ist, sondern mit Interesse am Menschen und seinen Lernschritten. Und vergessen Sie nicht: Auch Sie sind ein Mensch!